Unsere Mitarbeiterin:

Renate Wilkens, Mitarbeiterin im Kundenservice in unserer Geschäftsstelle in Bad Zwischenahn schildert ihre Wahrnehmung in der Corona-Zeit:

Guten Tag, schön, dass Sie da sind. Was kann ich für Sie tun?

Mein Name ist Renate Wilkens. Ich arbeite im Service in unserer Geschäftsstelle in Bad Zwischenahn. So erleben wir „an der Front“ die Coronazeit.

Zu Beginn der Coronakrise waren unsere Kunden und natürlich auch wir sehr verunsichert. Diese Situation war für alle neu. Es kamen deutlich weniger Kunden in die Bank und wir wurden angewiesen, Abstand zu halten. Dasselbe galt auch für die Kolleginnen und Kollegen untereinander.

Kontaktminimierung war die Devise.

Für uns, die doch sonst immer die ersten Ansprechpartner für alle Wünsche und Belange unserer Kunden sind, sehr befremdlich. Die Glaselemente im Eingangsbereich waren nur noch zum Teil geöffnet und Hinweisschilder zum Halten des Sicherheitsabstandes wurden aufgestellt.

Sehr schnell stellte sich heraus, dass unsere Kunden mit den notwendigen Maßnahmen gut umgehen konnten. Man wartete geduldig mit angemessenem Abstand, bis man dran war.

Inzwischen sind Kunden und Mitarbeiter durch Plexiglasscheiben sicher voneinander getrennt, die Türen sind wieder ganz geöffnet, die Kunden kommen wieder zahlreicher und wir haben fast schon wieder „business as usual“.

Und doch ist es anders als sonst. Es sind unsichere Zeiten. Kunden erzählen, dass sie in Kurzarbeit sind und dass das Geld knapp wird, oder dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt, weil nirgendwo was los ist. Ältere Menschen berichten von ihrer Einsamkeit. Ihnen fehlt der Kontakt zu ihren Familien und Nachbarn. Manche haben Angst um ihr Erspartes oder Angst davor, dass sie sich anstecken.

Für all die Ängste, Sorgen und Bedenken haben wir ein offenes Ohr, während wir uns um den Zahlungsverkehr, die Bargeldversorgung, das Onlinebanking, Vollmachten, Kreditkarten, Dispositionskredite und, und ,und – eben alles, was unsere Kunden zu uns führt, kümmern.

Manchmal ist es bedrückend, zumal man ja auch nach Feierabend von den Problemen im Zusammenhang mit der Coronakrise nicht verschont bleibt, denn wir sorgen uns natürlich auch um unsere eigene Gesundheit und die unserer Familien.

Trotz allem haben wir den Eindruck, dass die Krise rund um das Coronavirus durchaus auch etwas positives hat: Wir hören öfter mal ein „Dankeschön“ von unseren Kunden. Das tut gut.

Dinge, die sonst selbstverständlich sind, werden positiv wahrgenommen – ein gutes Gefühl.

Statt mit einem knappen „Tschüss“ verabschiedet man sich mit „Vielen Dank, bleiben Sie gesund, bis zum nächsten Mal“. Das ist sehr persönlich und tut gut.

Seitens des Vorstandes werden wir regelmäßig über die Situation in unserem Hause auf dem Laufenden gehalten. Und auch von dort kommt ein „Sie machen das gut, weiter so, vielen Dank“.

Auch das tut uns gut und motiviert uns.

Das Coronavirus wird uns alle noch eine ganze Weile begleiten. Wir werden Hygienevorschriften einhalten und zu unseren Mitmenschen Abstand halten müssen. Wie lange das so bleiben wird, kann uns keiner sagen und wie schwerwiegend die wirtschaftlichen Folgen sein werden, wissen wir alle heute auch noch nicht. Deshalb aber jetzt zu resignieren und den Kopf in den Sand zu stecken wäre sicherlich der falsche Weg. Die derzeitigen Arbeitsbedingungen sind für uns Mitarbeiter völlig in Ordnung und wenn unsere Kunden uns weiter ihr Vertrauen schenken, sind wir auch in Zukunft gerne für sie da und begrüßen auch weiterhin freundlich mit „Guten Tag, schön, dass Sie da sind. Was kann ich für Sie tun?

Ihre Renate Wilkens

Corona-Update eins: Brief von Anna-Lena Boguhn hier